Fassadenprüfung nach BS 8414-1

Bei dieser Fassadenbrandprüfung handelt es sich um ein Prüfverfahren zur Bewertung des Brandverhaltens von Außenwandbekleidungen auf Mauerwerk.


Simuliert wird hierbei ein voll entwickelter Raumbrand, dessen Flammen die Fassade durch eine Fensteröffnung beanspruchen. Ziel des Verfahrens ist es, die Außenwandbekleidung auf ihren Beitrag zur Brandausbreitung an der Fassade sowie deren Durchbrandgefahr zu ermitteln.


Dazu wird eine Innenecke nachgebaut. Die Öffnung, auch Brandkammer genannt, ist in der Ecke angeordnet. In der Brandkammer wird eine Holzkrippe (400 kg) platziert. Während der Prüfungsdurchführung wird die Brandausbreitung sowohl messtechnisch als auch visuell erfasst. Die Ergebnisse werden in einem ausführlichen Prüfbericht zusammengefasst.


FAQs

Wie viele Versuche sind notwendig?

Wie viele Versuche sind notwendig?

Wie viele Versuche sind notwendig?

Je nach Verlauf der Prüfung und Variationsmöglichkeiten der zu bewertenden Konstruktion kann bereits ein Versuch ausreichen.


Wie lange dauert ein Versuch?

Wie lange dauert ein Versuch?

Wie lange dauert ein Versuch?

Die Prüfzeit beträgt 30 Minuten. In dieser Zeit wird der Prüfkörper einer direkten Beflammung ausgesetzt. Nach Ablauf der Prüfzeit schließt sich eine Beobachtungszeit von weiteren maximal 30 Minuten an.


Wie wird die Außenwandbekleidung brandbeansprucht?

Wie wird die Außenwandbekleidung brandbeansprucht?

Wie wird die Außenwandbekleidung brandbeansprucht?

Die 400 kg Holzkrippe steht in einer Brandkammer am Boden des Prüfstands. Die Flammen schlagen aus der ein Meter hohen und breiten Öffnung auf den Sturz und beanspruchen den darüber liegenden Bereich der Außenwandbekleidung.


Welche Größe und Form hat der Prüfkörper?

Welche Größe und Form hat der Prüfkörper?

Welche Größe und Form hat der Prüfkörper?

Der Prüfkörper wird als Innenecke ausgebildet, wobei die sichtbare Fläche des langen Schenkels eine Breite von mindestens 2,4 m und die sichtbare Breite des schmalen Prüfkörperflügels mindestens 1,2 m betragen muss. Die Höhe des Prüfkörpers beträgt mindestens 8,0 m. Eine Beschränkung der Dicke existiert nicht. Diese richtet sich nach der verwendeten Außenwandbekleidung.


Wie sehen die gewonnenen Ergebnisse aus?

Wie sehen die gewonnenen Ergebnisse aus?

Wie sehen die gewonnenen Ergebnisse aus?

Die Ergebnisse der Prüfung werden in einem ausführlichen Prüfbericht dargestellt. Im Prüfbericht enthalten sind eine detaillierte Beschreibung des Prüfaufbaus, die Temperaturen an und in der Fassade, Beobachtungen der Flammenausbreitung oder des brennenden Abtropfens und das Schadensbild nach Beendigung des Versuchs. Zusätzlich wird jeder Versuch kontinuierlich durch eine Videoaufzeichnung dokumentiert.


Für welche Klassifizierung kann das Ergebnis verwendet werden?

Für welche Klassifizierung kann das Ergebnis verwendet werden?

Für welche Klassifizierung kann das Ergebnis verwendet werden?

Die Klassifizierung erfolgt nach BRE 135. Die Ergebnisse der Prüfung nach BS 8414-1 dienen der Einschätzung des Brandverhaltens sowohl von WDVS als auch VHF Außenwandbekleidungssystemen einschließlich der konstruktiven Brandschutzmaßnahmen wie Brandriegel oder Brandsperren. Die Beurteilung erfolgt anhand der Kriterien externe Brandausbreitung, interne Brandausbreitung und mechanische Leistungsfähigkeit. Die Klassifizierung erfolgt lediglich für das untersuchte Außenwandbekleidungssystem.


Ansprechpartner

Arbeitsgruppenleiter
M.Sc.
Nick Neumann
T +49 (0)341 6582-191
F +49 (0)341 6582-197

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