Wohncontainer – Originalmaßstäblicher Naturbrandversuch

Brandversuch an einem Containergebäude mit dem Ziel des Nachweises der 30-minütigen Standsicherheit und des 30-minütigen Raumabschlusses bei einem Schadensfeuer

Nach § 14 der Musterbauordnung (MBO) sind bauliche Anlagen so anzuordnen, zu errichten und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind. Diese Anforderungen müssen auch von temporär errichteten und genutzten Bauweisen, wie den schnell zu errichtenden Containerbauten, erfüllt werden.

Durch die Besonderheit, dass Einzelcontainer zu einem Stahlrahmensystemen verbunden werden, kann der Standsicherheitsnachweis für die Gesamtkonstruktion in der Regel nur in einem Naturbrandversuch an einem entsprechenden Containergebäude experimentell nachgewiesen werden. 

Die Brandbeanspruchung wurde im aktuellen Versuch entsprechend der Vorgabe des Baureferates München mit einer Brandlastdichte (Wärmemenge aller brennbaren Stoffe, bezogen auf die Brandabschnittsfläche/Brandraum) von 800 MJ/m² gewählt. 

Die Firma CONZEPT Containerhandel GmbH stellt verschiedenartige, vorgefertigte Containeranlagen her und beauftragte die MFPA Leipzig GmbH mit der Durchführung des Brandversuches an einem Containergebäude mit dem Ziel des Nachweises der 30-minütigen Standsicherheit und des 30-minütigen Raumabschlusses bei einem Schadensfeuer.